Weil wir ja sonst nichts zu tun haben, schreiben wir über unwichtige Themen, wie eben die ersten zwei Monate eines kleinen BLOGs, der stets um Anerkennung ringt.
Was kann man zu zwei Monaten Blog sagen. Es bleibt die Frage, was ist nötig und was eben nicht. Man möchte Menschen für sich gewinnen, aber trotzdem den Abstand bewahren zwischen Medium und dem Privaten. Schließlich sind da auch noch die Leser, die zum einen Neues und zum anderen Unterhaltsames lesen wollen. Und wenn man dann manchmal nicht die Lust verspürt etwas Gescheites niederzuschreiben, holt einen doch das Gewissen ein und hält einen zu einem Beitrag an.
Aber es macht ja auch Spaß, wenn denn Kommentare zu einem Beitrag erscheinen. Dass diesen letztlich auch ansprechender Beitrag vorangehen muss, zeigt sich nicht nur bei meinem Blog. Daran werde ich arbeiten und hoffe auf einen erfolgreichen dritten Monat – ist ja bald Weihnachten
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Wenn ihr euch jetzt fragt, was ich den Tag über so getrieben habe, dann könnt ihr sitzen bleiben, es war nicht viel.
Gestern war ich nämlich zum Grillen eingeladen, weil die Eltern von Paloma etwas Mitleid mit mir hatten, dass ich als Fleischgourmet in einer nahezu Vegetarierfamilie leben muss. So war ich am Freitagabend also noch zu Besuch bei der Familie von Paloma, deren Mama ja eine Freundin meiner Gastmutter ist. Allerdings typisch spät gegen zehn wurde ich erst von zu Hause abgeholt. Um elf gab es dann leckere Spieße und wir unterhielten uns über dies und jenes… Es war eine angenehme Atmosphäre nicht ganz so gezwungen, wie es mir manchmal scheint, wenn ich so an den durchgeplanten Ablauf meiner sonstigen Tage denke. Also ich bin ja davon ein bisschen ausgeschlossen, aber meine Gastgeschwister müssen immer zu festen Zeiten essen. Ein grausames Ritual, wie ich finde, so wird Essen nicht zum Genuss, sondern zur Pflicht und Aufgabe. So kann man keinen Spaß daran finden…
Gestern war dann auch noch der erste Tag des „Teleton“, einer Art Spendenmarathon, nur nicht auf RTL und mit einem größeren Volumen an Sponsoren, wie mir scheint. Also immerhin sind im letzten Jahr wohl etwas mehr als 15 Millionen Euro gesammelt worden, für die Unterstützung von bedürftigen Kindern und Familien in ganz Chile. Die Abendsendung dieser Spendenshow lief nebenbei und nach dem Essen schauten wir dann gemeinsam ein bisschen die Show, bis dann erst der kleine Bruder von Paloma ins Bett gebracht wurde, sich die jüngere Schwester auf ihr Zimmer verabschiedete und zu guter Letzt nur noch der Vater, Paloma und ich übrig blieben. Zu dritt sahen wir bzw. irgendwann ab der zweiten Episode nur noch ich die Serie „Heroes“, die gar nicht mal so schlecht war. Um halb vier war dann das Ende der zweiten Episode gekommen und ich wurde danach sogar noch nach Hause gebracht. Ich schrieb schließlich noch bis um fünf an meinem Beitrag und legte mich dann auch schlafen.
Leider war es mir nicht vergönnt lange zu ruhen, denn gegen acht tanzten die Handwerker an und begannen mit ihrer „Kunst“. Was das genau bedeutet, könnt ihr euch vielleicht nicht ganz nachvollziehen, aber wenn ich euch sage, dass die Fliesensäge neben meinem nicht schallisolierten, geschweige denn isolierten Fenster steht, könnt ihr euch vielleicht eine imaginäre Vorstellung vom Geräuschpegel machen. Nun gut, aber ich bin ja keine Memme also döste ich bis halb Zwölf und stand dann mehr oder weniger geplättet auf. Ich ging nur kurz zur Toilette, um danach den Laptop hochzufahren und Bundesligakonferenz im Bett über Livestream zu hören. Nach einem durchschnittlichen Spieltag ging es dann zum Mittag und anschließend zu meiner schon ersehnten Portion LIVEFUßBALL: ASTON VILLA vs. ARSENAL LONDON…
In einer spannenden ersten Halbzeit fieberten mein Gastvater und ich vor dem Fernseher mit. Die zweite sah ich dann nur noch alleine, welche aber aus meiner Perspektive auch auf eher unbefriedigendem Niveau stattfand. Und leider ging es danach nicht besser weiter…
Natürlich hatte ich mich bereit erklärt im Anschluss zu spülen, was ich dann tat. Später ging ich dann in mein Zimmer und recherchierte ein paar Kamerapreise nach. Man muss nicht wirklich verstehen, warum Unterhaltungselektronik teuer und Autos billig sind, oder?
Gegen Abend kam dann noch der Bruder von Pedro mit seinen Kindern vorbei und er zeigte ein paar Fotos und Videos von seinem Trip in den äußersten Süden Chiles. Nicht schlecht, so etwas würde ich auch gerne aufnehmen…
Morgen spiele ich dann das erste Mal seit langer Zeit wieder selbst Fußball, und natürlich geht es gleich gegen den designierten Meister. Aber eigentlich kann es ja nur schief gehen. „Neue Schuhe, neues Glück!?“ Übermorgen wisst ihr dann spätestens, ob es geklappt hat. Bis dahin wünsche ich euch einen schönen ersten Advent und freudigen Sonntag. ¡Adíos!
…
Und einen ganz speziellen Gruß möchte ich meinem Papito aussprechen, der nach MEZ bereits Geburtstag hat und ein rundes Jubiläum feiert. Alles Gute und ganz viel Gesundheit und Geduld. Fühl dich gedrückt, alles Liebe und auf ein langes Leben.
Und noch ein Jubiläum: Zwei Monate BLOG
Dezember 1, 2007 von unpocitosvs