¡Hola amigos!
So ich werde mal versuchen in den folgenden Zeilen die ereignissreichen, aber auch sehr hektischen letzten Tage zu beschreiben.
Also in der letzten Woche war ich bis Mittwoch einschliesslich 8 Tage in Huaráz. Das ist ein sehr schöner Bergort in der nördlichen Hochebene von Perú. Er liegt zwischen der cordillera negra und der cordillera blanca. Das sind die beiden Gebrigsketten im Norden von Perú. In der cordillera blanca befindet sich der Notionalpark Huascarán und der gleichnamige höchste Berg Perús. Neben dem noch etliche weitere Sechstausender und etliche Bergseen - hier Lagunen genannt.
Nachdem ich mich ein zwei Tage akklimatisiert hatte, ging es am vergangenen Freitag auf einen 5-Tages-Trek. Meine Begleitung waren zwei sehr nette studierte Mediziner uaus Lübeck und der ebenfalls witzige und freundliche “Führer” Epi(fano).
Es ist sehr schwer die Eindrücke iin Worte zu fassen, die sich uns boten. Für mich als eigentlich Flachlandtiroler war das einfach unglaublich, türkis blaue Bergseen zu betrachten und eine Landschaft vorzufinden, die der aus dem Herrn der Ringe in nichts nachsteht.
Neben den schönen Aussichten und dem wunderbaren Wetter, das uns lange Zeit begleitete, war das “menschliche Drumherum” einfach Spitze. Wie schon das Hotelgästebuch versprochen hatte, war Epi einfach natürlich witzig und versorgte und umsorgte uns wie ein Profi. Das Essen war einfach immer Spitzenklasse und für das Budget schon fast exorbitant viel - 5 Tage 120 Euro mit Gepäckeseln.
Insgesamt hatten wir unheimlich viel Spass und die Abende waren sehr amüsant. Auf unser Tour machten wir zunächst Halt an einer Tiefblauen Gletscherlagune und wanderten dann durch den scheinbar leeren Nationalpark - wir trafen tatsächlich nur in einem Ort auf eine paar Menschen - über einen Pass (4750m), hinter dem sich eine türkise Lagune verbarg, an den höchsten Gipfeln des Nationalparks vorbei bis zum anderen Ende. insgesamt vielleicht nicht mehr als 80 km aber super schöne dafür.
Nach fünf Tagen mussten wir uns dann verabschieden, bekamen aber noch zum Abschioed einen freien Pisco-Sour, das peruanische Nationalgetränk, und luden im Gegenzug Epi zum Essen ein. Die beiden Medizinstudenten fuhren dann am Abend nach Lima und ich blieb noch eine Nacht und einen Tag in Huaráz.
Mein Hostal stand dem Trek eigentlich in nichts nach, ausser villeicht die erste Nacht, in der ich in einem Zimmer mit Schimmel an der Decke schlief, war alles sauber und gemütlich. Zu dem Zimmer muss man sagen, dass nach meiner Reklamation, ich eine neues bekam und das Zimmer nicht weiter vermietet wurde.
Es war auch meine Glück, dass ich das Zimmer wehcslete so lernte ich nämlich zwei witzige Canadier und einen sehr netten Slovenen kennen. (Das war in den ersten beiden Tagen vor dem Trek)
Witzig bleiben mir die Canadier deshalb im Gedächtnis, weil sie einfach mal in der letzten Nacht bevor sie auf den Trek in den Nationalpark gehen wollten - alles alleine - um ein Uhr nachts nach Hause kamen und sich einen Ast abfreuten, dasss sie eine halbes Pfund Marihuana für knapp 100 Soles erstanden hatten. Der Slovene erzählte mir hinterher, dass sie einfach in den club gegangen sein und den nächstbesten nach “Weed” gefragt hätten - da wäre ich echt gern dabei gewesen
…
An meinem letzten Tag in Huaráz bin ich dann noch nach Chavín gefahren einem sehr bekannten Ruinenort südlich von Huaráz. Die Chavínkultur ist eine sehr alte Pre-Inka-Kultur gewesen, die ca. von 1200 v.Chr. bis zum Inkabeginn um 1400 n.Chr. in dem Gebiet ein religiöses Zemtrum betrieben.
Interessant aber manchmal sind Ruinen halt “Ruinen” und es ist schwer Begeisterung zu finden. Am Abend ging es dann mit dem Nachtbus nach Trujillo, von wo aus ich gleich in der Morgenfrische um 6.00 Uhr nach Huanchaco, einem Strandort, aufbrach.
In Huanchaco checkte ich dann in eine sehr eigenartiges Hostal ein, das von einer sehr netten, aber auch sehr schwerhörigen alten Dame betrieben wurde. Allerdings war sonst alles perfect sauber und gemütlich.
Gelich an meinem ersten Tag beuschte ich die Ruinen von Chan-Chan ganz in der Nähe. Als ich am Nachmittag wieder zurückkam, lernte ich dann meinen Zimmerkollegen kennen, den ich am Morgen etwas unsanft geweckt hatte. Mittlerwile war auch noch ein Norweger angekommen. Gemeinsam machten wir uns dann am Abend auf zu einer Hausparty von ein paar englischsprachigen Voluntären, die in Huanchaco lebten und in Trujillo Englischunterricht gaben. Ein sehr “unterhaltsamer” Abend… ![]()
Am nächsten Morgen machte ich mich dann wie gewohnt vom Trek früh auf den Weg um noch ein paar andere Ruinen anzuschauen, die mir von den Medizinstudenten empfohlen worden waren. Diese waren ebenso so wie schon die Chan-Chan-Ruinen, während der örtlichen Moche-Dynastie entstanden, die ein grosser Rivale der Inkas im Küsten und nördlichen Bereich Perús gewesen waren. Die Ruinen sind unglaublich grosse Komplexe die zahlreiche Tempel und Städte beinhalten, von dem aber vieles nochn icht ausgegraben ist,. Das, was schon zu sehen ist, ist aber auf jeden Fall sehr intressant anzusehen, mit welcher Detailgenauigkeit zu dieser Zeit gearbeitet wurde. Reliefe, Ingineur- und Architekurkunst waren schon weit ausgereift für diese frühzeitliche Kultur.
Am späten Nachmittag ging es das in Begleitung von dem Belgier nach Chiclayo, wo ich mich noch befinden. Nach einer teueren und lauten Nacht in einem mittelmässigen Hostal, checkten wir am Morgen aus und machten uns auf den Weg zu den Ruinen des “normalerweise” sehr bekannten “Señor de Sipan”. Diese Ruinen waren allerdings der totale REinfall und man konnte ausser ein paar rekonstruierten Grabstätten nichts weiter als zwei Sandberge sehen, die einmal zwei Pyramidentempel gewesen waren.
Allerdings hatte die Fahrt durch die Grüne Wüste Perus Unterhaltungspotential. Danach fuhren wir etwas enttäuscht und durchgeschwitzt zur eigentlich Attraktion - dem Museum des Señor de Sipán. Dort in einem architektoinischen Kunstwerk werden die Schätze der Grabkammern bei überwachter Lufttemperatur und Feuchtigkeit konserviert. Das Museum ist von aussen wie von Innen sein Geld wert. Es ist wirklich sehr beieindruckend diese antiken Grabbeigaben in ihrer rekonstruierten Form anzusehen und erforschen zu können. Leider ist es verboten zu fotografieren, so dass mir leider nur der äusserliche Eindruck erhalten bleibt. Na ja irgendwie muss man wahrscheinlich Geld machen… Vielleicht findet man ja im Archiv der Uni Mainz etwas, die hat nämlich an der Konservierung mitgearbeitet… ![]()
So gleich geht es dann nach Aguas Verdes, einem Grenzort zu Ekuador, dort werde ich dann am morgen ankommen und hoffentlich einen Bus nach Ekluador erwischen. Drückt mir mal die Daumen und bleibt mir treu, bin schon bald - 24 Tage - wieder in Santiago, dann hört ihr wieder öfter von mir. Ich denk an euch , bis dann…
Huaráz - Huanchaco - Chiclayo
Februar 9, 2008 von unpocitosvs
Du musst mal das Stöckchen machen, das ich dir geschickt hab, du Hans.