An vorderster Front will ich jetzt erst einmal allen lieben Mitbewohnern danken… Natürlich nicht… Oder doch irgendwie… Zumindest sind sie immer für Eingebungen gut – Dank sieht wahrscheinlich anders AUS.
Aus!, Aus!, Aus!, das Spiel ist Aus!
Ja, in der Tat. So ist es. Ein schöner Satz. So viel sagend und doch so geheimnisvoll. Der erste Satz im Lateinbuch. Der Beginn einer großen Ära, die von Hochs und Tiefs geprägt, fast wie in der Geschichte mit dem Fall des Reiches endete. Das klingt vielleicht ein bisschen pathetisch, aber auch am Ende meiner Geschichte fiel ein großes Reich. Am Ende siegte das Schicksal über IHN. Es war AUS.
Vielleicht etwas zynisch, aber wahr. Manch einmal will man zu viel. Und dann hilft auch kein Zwang, wenn Fortuna gegen einen spielt. Wer ist eigentlich Paul? Ich hätte ihn am liebsten erhängt, oder um im Bilde zu bleiben, ans Kreuze genagelt. Aber was hat man schon davon außer sehr große Aufmerksamkeit und wohlmöglich noch eine Märtyrer-Religion – jetzt erst Recht denkt sich wohl gerade Petrus…
Doch zum Abtritt nach dem Abpfiff sind wir – ja ICH, und zwar sowohl das ÜBER- als auch das normale – noch zu jung – so scheint es zumindest. Keine Glocken, keine himmlischen Reiter, die uns holen. NEIN! Es ist wirklich noch nicht alles verloren. Der Sieg wurde zwar auch nicht errungen, aber wer sind wir schon, uns anzumaßen, zu zweifeln. Steht nicht alles in einem großen Zusammenhang – vielleicht….
Wie beschwört man eigentlich Glück. Ist es tatsächlich mit dem Tüchtigen? Es scheint fast so. Doch kann man es sich verdienen? Das scheint möglich. Und wenn doch alles gegen einen läuft, was ist dann? Es hilft alles nichts. Beschwörungen bleiben Gebete und Glück bleibt unerreicht. Man kann Glück nicht durch Zwang erreichen. Man kann es auch nicht wollen. Es kommt und es geht, wie die Wolken am Himmelszelt. Fassbar? Nein, das ist es gewiss nicht. Eher fassungslos. Ein Vakuum aus Leichtigkeit – geradezu wolkig. Es kommt und es geht – wie der Mensch.
Der eine geht, der andere kommt – oder auch nicht… Was tun? Wind und Wolken, Mensch und Zeit. Wie viel Zeit ist noch? 3, 2, 1, AUS! Wie wird es sein, am Ende? Und was, was ist eigentlich Zeit? Zeit ist genug – meistens. “Ein Spiel dauert 90 Minuten, und ist zu Ende, wenn der Schiri’ abpfeift”. Doch was fangen wir mit dieser Zeit an. Nutzen wir diese? Jene Zeit, die uns beleibt – herrlich ein wohl freud’scher Verschreiber – und bleibt? Die Mehrheit würde wohl sagen: “Ja natürlich!” Doch wenn wir können, verhalten wir uns doch bisweilen gern wie Wolken, lassen uns treiben, vom Winde verweh(t)en…
Und so ist es schwer zu sagen, von wo der Wind weht – oder ob wir vielleicht gerade Windstille haben. AUS! Einwurf. Abseits. Die Fahne ist oben. Sind wir vielleicht wie Fahnen? Richten wir uns nach dem Wind? Sein Fähnchen nach dem Wind richten, heißt es ja auch. Warum? Nein, nicht weil wir es können, sondern, weil wir es wollen. Wir wollen das Glück. Das des Tüchtigen. Es ist einfach und wir tun es. Glück. Es ist um uns und doch nicht zu sehen. Aber es kommt zu uns, niemals als Ganzes und nicht sichtbar… Es umgibt uns, ist aber doch nicht zu greifen…
Der Sieg scheint zum Greifen nahe. Ob nah, ob fern, ich bin bei euch alle Tage sei nicht bang… Manchmal reicht auch nur ein Wort – Vergebung. Verloren. Vergessen. NIEMALS! So scheint es. Ein Kampf wider dem Vergessen. Eine Beschwörung, eine Art Ertüchtigung des Glücks. Revanche ? – es gilt wohl eher “rien ne va plus”… Doch der AUSweg scheint nahe…
Gibt es einen? Einen Weg, aus dem Abseits… TOR! Nein, oder doch? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Doch was tun man, wenn das Glück einmal Pause macht? HALBZEIT! Es geht wohl um das Mühen, die Arbeit, den Willen, den unbedingten Drang zu überleben – zu obsiegen… Der Sieg des Lebens. Die Flagge im Wind, der Hymne Klang… Glück ist woanders, ist anders. Schmeckt anders, und wirkt anders. Ja, es sieht anders AUS.
Vorbei! Nein, noch lange nicht, es geht immer weiter… Der Lauf des Lebens. Es ist der Plan des Schicksal. Fortuna – Glück und Schicksal. O, Fortuna! Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück… Licht und Schatten. Sieg und Niederlage. Alles ist Leben. Leben heißt Glück. Das Glück es zu haben. Das Glück es anzunehmen. Das Glück es zu leben. Es war heut’ nicht mit MIR. Doch alles Glück kommt nie…